Geschichte der Heilquelle von Kleve

Es war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als der Klever Arzt Johan Heinrich Schütte auf dem Klever Springberg eine eisenhaltige Heilquelle entdeckte und schon ab dem Jahre 1742 nahm in Kleve ein Badbetrieb seine Arbeit auf.

Ihre Entstehung verdankt diese Heilquelle wasserundurchlässigen tonigen Schichten einer Grundmoräne der vorletzten Eiszeit, die sich aufgrund einer Stauchung mit durchlässigen Schichten abwechseln und verursachen, dass sich dieses mineralreiche Wasser am Rande der Stauchmoräne sammelt und schließlich dort austritt, wo Tonschichten zu Tage treten - eben am Springberg, und das noch mit großem Druck.

1748 veröffentlichte der Arzt Johan Heinrich Schütte sein Buch "Vergnügungen und Ergößlichkeitern bey denen Wassern zu Cleve":

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Schütte beschreibt darin u. a. die Bestandteile des Quellwassers: Organische Substanzen, Kohlensaures Natron, Kieselsäure, Kohlensaurer Kalk, Kohlensäure Magnesia, Kohlensaures Eisenoxydul, Schwefelwasserstoffgas und Freie Kohlensäure.

Da sich normalerweise eine Zusammensetzung von Quellwasser auch über lange Zeiträume nicht ändert, darf man davon ausgehen, dass das Wasser der auch als Stahlquelle bezeichneten Klever Quelle bis heute wegen seines hohen Eisen- und Schwefelgehaltes die Grenzwerte für Heilwässer erfüllt. Im Vergleich zu historischen anderen Quellen weist die Klever Heilquelle sogar einen höchsten Eisengehalt auf.