Die AG Fairständnis des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Kleve

Die AG Fairständnis unterhält seit über 25 Jahren ein enges Band mit Nueva Esperanza in El Salvador. Die Schülerinnen und Schüler, die an der AG teilnehmen, setzen sich für die Partnerschule ein, besuchen sie und sammeln mit verschiedenen Aktionen Spendengelder. Neugierig auf aktuelle Mitteilungen der AG auf Facebook? Dann klicken Sie hier!

Auch sonst gibt es viel über die AG zu lesen, die sich in vorbildlicher Weise sozial engagiert und dafür bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Bevor wir weiter unten auf dieser Seite über die Arbeit der AG berichten, folgt zunächst eine Linkliste zu den aktuellen Nachrichten über die AG.

Auszeichnungen

Die AG Fairständnis wurde zum dritten Mal für ihr hervorragendes soziales Engagement ausgezeichnet! Lesen Sie dazu die Presseartikel und unseren eigenen Beitrag:

Jubiläumsgala

Hier der Bericht über die Jubiläumsgala – 20 Jahre AG Fairständnis:

Persönliche Erfahrungen

Lesen Sie hier über persönliche Erlebnisse auf den Reisen nach El Salvador (bevor die katastrophalen Zustände dort einen Besuch unmöglich gemacht haben):

Schulpartnerschaft

Berichte mit Bezug zur AG Fairständnis und zur Schulpartnerschaft mit Nueva Esperanza:

Die Arbeit der AG

Die Arbeitsgemeinschaft „Fairständnis“ beschäftigt sich unter der Leitung von Bruno Janßen, Lehrer am KAG, sogar schon seit 20 Jahren mit dem Land El Salvador und der Gemeinde Nueva Esperanza sowie ihren beiden Schulen.

Konkrete Hilfe leistet die AG durch die finanzielle Unterstützung des Schulfahrdienstes, der alle Schüler aus den umliegenden Gemeinden in die Schulen in Nueva Esperanza befördert.

Die AG Fairständnis (bestehend aus Schüler/innen der 8. bis 12. Klasse) trifft sich wöchentlich. Hauptsächlich wird in diesen Sitzungen organisatorische Arbeit geleistet, zudem gibt es Vorträge von den Mitgliedern über wichtige Ereignisse in der Geschichte El Salvadors oder über die aktuelle Situation der Region Bajo Lempa. Dadurch verschafft sich die AG ein besseres Verständnis über die Situation der Menschen in Nueva Esperanza.

Ein wichtiger Teil der Arbeit wird außerhalb der AG-Sitzungen geleistet. So organisiert die AG z.B. Kuchen- und Getränkeverkäufe auf Elternsprechtagen, Theaterveranstaltungen und Benefizkonzerten an der Schule, um so Geld für die Projekte zu erwirtschaften. Auch auf mehreren Spendensammlungen – Reaktionen auf Hurrikans wie „Mitch“ oder „Stan“ – wurden innerhalb, und erfreulicherweise auch außerhalb der Schule Spenden gesammelt, welche die AG dann als Nothilfe nach El Salvador überweisen konnte.

Mit Spendenläufen und ähnlichen schulinternen Aktionen führt die AG den Schülern des KAG die Situation der Einwohner Nueva Esperanzas vor Augen. Die Gruppe sieht daher eine wichtige Aufgabe darin, in der Schule und in der Stadt Kleve als Multiplikator zu wirken. In den letzten Jahren hatte die AG Fairständnis erfreulicherweise sogar viermal die Möglichkeit, mit einer Schülergruppe die Partnergemeinde für jeweils vier Wochen zu besuchen: In den Jahren 2002, 2005, 2010 und zuletzt im Sommer 2012 konnten Delegationen von AG-Mitgliedern und Lehrern sich einen besseren Einblick vom Alltags- und Arbeitsleben in Nueva Esperanza verschaffen, von Bräuchen und Sitten, der Unterrichtsgestaltung in den Schulen und den Zukunftswünschen der salvadorianischen Jugendlichen. Während der Besuche von Schülern aus Nueva Esperanza (zuletzt im November/Dezember 2013) in Kleve, konnten sich Freundschaften unter den Jugendlichen entwickeln.

Aktionen und Pläne der AG Fairständnis

Seit der letzten Reversedelegation Ende 2013 hat die Schulpartnerschaft einen neuen „Schub“ erhalten: Der intensive Austausch hat die Gruppe gestärkt und die Arbeit intensiviert. Neue Freundschaften mit Schülern und auch Lehrerinnen in unserer Partnergemeinde sind entstanden. Die Zusammenarbeit mit der SV an unserer Schule hat sich intensiviert. Es sind eine ganze Reihe neuer Mitglieder der AG beigetreten. Gerade ist die AG aufgrund ihres letzten Reverseprogramms erneut vom Förderproramm Demokratisch Handeln mit einem Sonderpreis vom Bundesbildungsministerium ausgezeichnet worden.

Im Jahre 2014 und 2015 hat die AG Fairständnis zusammen mit der SV unserer Schule einen Sponsorenlauf organisiert und erwirtschaftete dabei ca. 11000 €. Ansonsten widmete sich die AG diversen Cateringaufgaben auf Elternsprechtagen, Schulkonzerten sowie Theateraufführungen unserer Schule und erwirtschaftete damit Gelder, die sie zur Mitfinanzierung des Schulfahrdienstes in Nueva Esperanza zur Verfügung stellte.

Eigentlich war für dieses Jahr eine weitere Schüler- Lehrerdelegation nach Nueva Esperanza mit Unterstützung des Konkreten Friedensdienstes NRW geplant. Diese mussten wir aber schweren Herzens wg. massiver Sicherheitsbedenken absagen.

Hintergrund waren die Aktivitäten verschiedener extrem gewalttätiger Jugendbanden, die mittlerweile das ganze Gebiet des Bajo Lempa unter ihre Kontrolle gebracht haben (auch unsere Partnergemeinde selbst). Momentan scheint ein Besuch der Gemeinde mit Schülern daher leider nicht verantwortbar.

Diese Situation hat die AG Fairständnis zunächst in eine schwere Krise gebracht, zumal auch die Kommunikation insgesamt sehr erschwert ist, da sowohl soziale Netzwerke von den Jugendbanden mitgelesen werden und Telefonate abgehört werden.

Die Krise scheint nach intensiven Diskussionen mit den Schülern zwar vordergründig für das Erste überwunden. Wir haben uns jedoch aufgrund der angespannten Situation und der Tatsache, dass die AG in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, entschieden, im Dezember die Schulleiterin unserer Partnerschule und eine langjährige Kontaktperson einzuladen. Wir möchten einerseits das Jubiläum feiern, andererseits aber auch in Ruhe und Sicherheit Gespräche zur weiteren Entwicklung unserer Schulpartnerschaft führen.